Geschichte wird greifbar, wenn man ihr begegnet – nicht nur im Lehrbuch, sondern hautnah.
Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen nutzten einen Ausflug ins DDR-Museum Pforzheim, um sich ein lebendiges Bild vom Leben in der Deutschen Demokratischen Republik zu verschaffen und sich so auf die Prüfungslektüre „Weggesperrt“ vorzubereiten.
„Weggesperrt“ ist ein eindringlicher Roman, der das Leben von Menschen thematisiert, die im DDR-Regime inhaftiert oder in Heime eingewiesen wurden.
Um den historischen Kontext wirklich zu verstehen, reicht das bloße Lesen nicht aus. Der Ausflug ins DDR-Museum sollte genau diese Lücke schließen: Wie hat man damals gelebt? Wie hat sich Überwachung im Alltag angefühlt? Was bedeutete es, in einem Staat aufzuwachsen, in dem Reisefreiheit, freie Meinungsäußerung und persönliche Entfaltung stark eingeschränkt waren?
Das DDR-Museum in Pforzheim bietet auf kompaktem Raum eine beeindruckende Sammlung authentischer Alltagsgegenstände, Dokumente und Fotografien aus dem Leben in der DDR. Die Schülerinnen und Schüler wurden von einem sachkundigen Museumspädagogen durch die Ausstellung geführt und hatten im Anschluss noch Zeit, sich eigenständig durch die Ausstellung zu bewegen und Fragen zu stellen.
Der Ausflug hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll außerschulische Lernorte für ein tiefes Verständnis literarischer Texte sind – und wie lebendig Deutschunterricht werden kann, wenn Geschichte und Literatur einander begegnen.













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